Segeln

Unter weißen Tüchern

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Wer heute seine Arbeitskollegen noch mit der Schilderung seiner Urlaubserlebnisse entrücken und verzücken möchte, der muss schon ein wenig mehr bieten als Pauschalreisen auf Sonneneilande oder Gutscheinabenteuer á la Achim Schweizer. Zeitreisen sind der kommende Bringer. Und weil man bis dato die Portale in die anderen Zeitdimensionen nicht wirklich auftun konnte (zumindest ist nichts davon bekannt), wird man Vorlieb nehmen müssen mit der Inszenierung derselben. Je nach Geschick mehr oder weniger authentisch. Die “Große Holzklasse” der Zeitreise sticht ab Kappeln in Form von Traditionsseglern in See, so weiß das Outdoor- und Camping-Blog dieser Tage zu berichten. Dabei gibt’s den Törn an Bord der Seeräuberbraut Pippilotta mit bis zu 35 Mitörnenden ab 395 Euro.

SCE: Mit vollen Segeln Baden gehen

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Wer heute aus der Eckernförder Führungsklasse, sei er Architekt, Bauunternehmer oder Arzt, Kontakte und Aufträge generieren will, für den ist der Eckernförder Segelclub schon seit einiger Zeit nicht mehr die erste Adresse für Schangel und Schunkel. Zudem stehen die Selbständigen heute unter einem zeitlichen und finanziellen Druck, der es ihnen kaum noch erlaubt, Zeit und Material in früherem Maße zu vergeuden. Entsprechend kleiner wird die Basis des Vereins, der zu einem großen Teil auf diese Selbstdarsteller und Freizeitverwirklicher setzte. Der wegbrechende Mittelbau wurde zu Recht auf der letzten Sitzung des Vereins beklagt.

Dazu kommt, dass sich im Verein einige Strukturen festgesetzt haben, die leicht selbstherrlich über die Köpfe seiner Mitglieder hinwegregieren. So ist es zwischen den Zeilen auch in der heutigen KN zu lesen. Ein heikler Punkt in diesem Zusammenhang sind die offenbar heimlich geänderten Passagen über die Rückzahlung von Liegeplatzanteilen. Und wenn dem so sein sollte, so ist das in der Tat ein Skandal und die verantwortlichen gehören vom Verein ausgeschlossen und mit allen rechtlichen Mitteln zur Rechenschaft gezogen.

Vielleicht wäre dem gesamten Vorstand und den regen Mitglieder eine Veranstaltung der Stadt an dieser Stelle zu empfehlen: das Seminar “Konflikte in der Gruppe” von Sven Wlassak am Sonnabend, dem 16. Feburar von 15 bis 18 Uhr im Ratssaal des neuen Rathauses: Mit gruppendynamischen und sozialpädagogischen Methoden können die das Gruppenleben störenden Einflüsse erkannt und bearbeitet werden (mqs).

Baltic Traditional: Gemütliches Segeln von Hafen zu Hafen

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Schliemann, die zweite: Schlägt man heute die Seiten der Kieler Nachrichten im Netz auf, findet sich Interessantes für die Planung der Sommermonate. Ernst Schliemann möchte die Baltic Traditional wieder aufleben lassen. Diese war Anfang der 90er Jahre eine beliebte Familienregatta mit Teilnehmern aus vielen Anrainerstaaten. Von Eckernförde aus könnte man am 20. Juli in Richtung Dänemark und Schweden aufbrechen und zur Hanse Sail Anfang August dann in Rostock einlaufen. “Die Baltic Traditional ist kein Rennen, sondern ein gemütliche Segeln von Hafen zu Hafen”. Wer also Interesse hat, darf sich sicherlich gerne mit Ernst Schliemann in Verbindung setzen (mqs)

Unser Weltmeister in Sachsen

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Wer dieser Tage das Fachgespräch über Surfen sucht und dies vielleicht mit dem jungschen 16-jährigen Oliver-Tom Schliemann tun möchte, Eckernförder und seines Ordens IFCA-Jugend-Weltmeister, der hat hierzug Gelegenheit: Im Rahmen der Ausstellung Sachsen-Boot vom 14. bis 17. Feburar 2008 steht er auf der Leipziger Messe allen Interessierte zwei bis dreimal pro Tag nach eigenen Vorträgen Rede und Antwort (mqs). 

Irgendwas machen die Kappelaner richtig

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Jeder Autobahn ihre Raststätte, auch der der Segler: Das bereits mehrmals zitierte SchleiBlog berichtet über die über alle Maßen erfreulichen Besucherzahlen des Kappelanischen Yachthafens. Auf nur 35 Liegeplätze waren in der zurückliegenden Saison 4.200 Gäste gekommen. Wow! (mqs)

Aal überall auf den Mastenspitzen…

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Aalregatta 2008 in Eckernförde

Sie kommt wieder, auch in diesem Jahr. Trotzig. Wie seit hundert Jahren. Die Aalregatta. Das lässt sich die Stadt an der Förde nicht nehmen. Ausgetragen vom Eckernförder Segelclub (SCE) und dem Schilkseer Yacht Club (SYC). Termin wird sein das Pfingstwochenende am 10. und 11. Mai. Bekannt ist: der Schleswiger Shanty-Chor wird auch in diesem Jahr wieder im diesem Rahmen auftreten (mqs).

Aalregatta in lichten Bildern

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Der Segler und Filmemacher Ehrhard Rost zeigt am 18. Januar im Clubheim des Eckernförder Segelclubs einen bunten Reigen bunter Bilder: an die 600 Aufnahmen von der letzten Aalregatta in Eckernförde werden zu sehen sein. Da es auch ein Buffet geben soll, wird um einen Kostenbeitrag von 10,00 Euro und eine vorherige Anmeldung unter 04351 81143 gebeten (mqs)

Wat ‘n Wanderwunderwetter

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Strandspatziergang in Eckernförde

Die Nachricht des Tages war so unspektakulär wie atemberaubend: Mittwinterliches Kaiserwetter zog hunderte Spatziergänger an die Gestade des Baltischen Meeres. Niedrigwasser gab Sandbänke frei, Tang markierte das letzte Hochwasser und die See blänkerte wie frisch gewienert. Bilderbuchwetter. Herzaufgehwetter. Heldenzeugewetter.

Mit Sonne und Schein beschäftigt sich auch eine “lütte plattdütsch Passage” von Bübi Gerdau, die wir hier mit seiner freundlichen Genehmigung veröffentlichen (cwi).

Sünnenschien.

Sünnobendmorgen, de Sünn wölter sik so warm un glösend ut de blanke See, dat mi dat Hart ganz wiet wör. Se schien mi totoropen: “Kumm min Jung, kumm, sett di int Boot un fohr mi entgegen. Wi ward een schöne Dag miteenanner verleven. Kumm, kumm man to”! Ik kunn ni wedderstohn, mokte min “Goldbütt” klor un dreih de Bug noh Oosten. Eerst as ik an de Kranzfelder-Hoben vörbi weer, wies sik uns eckernförder Bucht vun eer ganze Stoot.Blank dat Woter int rote Licht indüükert, nur af un an mol een ruusige Stell, wo sik dat Woter in sülverne Striepen opdeel. Backboord un Stüürboord de Steilküsten mit eer hellbruune Fööt un de sattgrööne Mützen. Dörch de Bööm lüch de goldgeele Raps un liesen plätscher dat Woter an de Bordwand. Meist heff ik mi schämt, düsse Innigkeit, mit de Krach vun min Motor to stören.

Min “Goldbütt” wull aver wieter. Vörbi an Hohensteen, Korlsmind, Ludwigsburg un Korlsburg, wo de dooden Bööm hölplos eer Twiegen in Heben streckt. Bi lütten weer de Sünn hoch noh Süden wannert un ik föhr eer achteran Richtung Suurendörp. Immer noch weer de See glatt un blank as een Speegel. Nur liesen leep dor een Grundsee op, de dat Boot ganz sacht op un dol schaukeln leet. De ganze Tied har ik ni eenmol noh achtern keeken, jümmer nur vörut.

Doch as mi mitmol een Windbö dreep, güng min Blick torüch noh Eckernför! Watt ik dor seh, leet min Hart doch swörer slogen. Köhlenrobenswatte Wulken troken op mi to. De Wellen wörn jümmer höger un höger un de Wind pietsch mi int Gesicht! Nu geev dat nur noch eens, Vullgas un torüch! Min “Goldbütt”, man gute dree Meter lang un open, stook de Nääs in de Wellen as wenn he dor meern mang dörch wull. Hoch sprütt dat Woter över de Schief wenn he de Bug in dat Woter stött un he schüttel sik as een natte Koter, wenn he op de Wellen klatsch. Mit eenmol weer dat Gewitter dor! Düüsternis un Regen rundüm. Blos de Blitze mokten de Luft hell.

De Donner heff ik gorni hört, denn de Motor bölk as een Meihdöscher. Nu blos de Kompas holen un ni to dicht ant Land komen. Nu blos nix falsch moken. Jümmer de Snuut in de Wind! Kort bevör ik in de Hoben keem, weer de Alpdroom vörbi. De Wulken reeten op un de Sünn schien warm un unschullig vun de Heben, as wenn nie watt los wesen weer. Eens heff ik dorut lehrt: De Minsch dörf de Natur niemols ünnerschätzen.

Bübi Gerdau

Mehr Plattdeutsches gibt es übrigens auf seiner Homepage zu lesen – und vielleicht das eine oder andere in Zukunft bei uns?