Schwansen

Mit dem Rennrad durch Schwansen

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Neu ist nicht, dass man mit dem Rennrad eine “Schwansen-Rund” fährt, neu ist, dass dies jedermann – nicht nur auf der Karte – nachfahren kann. Udo Weißflog hat die knapp 60 Kilometer mit Start und Ziel in Eckernförde gestern gefahren und neben Bildern auch alle Tourdaten auf die ansehnlich gestaltete Plattform gps-tour.info hochgeladen.

TSV Karby: Schneller als andere

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Website des TSV Nordschwansen in Karby

Ein Klick gab den nächsten, eben war ich noch hier und dachte dies, einen Fingerzeig weiter war ich schon dort und gab mich anderen Gedanken hin. “Nett”, dachte ich, “vor allem aktuell und mit genug Text zum Lesen”. Ich war auf der Website des TSV Karby gelandet. Klar, das Layout ist maximal einfach, aber was will man mehr? Alles dran und alles drin. Selbstdarstellung, Stadionzeitung, Nachrichten und ein Forum: State of the Art. Der “letzte Schrei” muss es ja nun wirklich nicht werden und der “letzte Schliff” ist vielleicht nur eine Frage von genug “Zeit zuviel” der Macher? Vielleicht findet sich fürs “grafische Finishing” ja nochmal ein günstiger Grafikdesign-Student. Angebote leiten wir gerne weiter (mqs).

Von Amts wegen und Amtswegen

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Das neugeschaffene Amt Ostsee-Schlei bietet jetzt auch neue Wege im Internet: Erfreulich klar gegliedert und übersichtlich und zeitgemäß zurückhaltend bietet der Amtsschimmel schon jetzt etliche Informationen für Bürger und Gäste: Hervorragend! Ein Lob den zuständigen “Schemelreitern”! Eine schöne Basis, um die Inhalte in Zukunft noch weiter auszubauen. Vielleicht mit noch mehr online verfügbaren Diensten? (mqs)

Lasst uns Verwaltungsbezirke machen!

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Es wird wieder vereinigt. Diesmal sind die drei Ämter Schwansen, Schlei und Windeby dran. Dies entnahm ich heute zu meiner Überraschung der örtlichen Presse. Herausgekommen ist wieder einmal ein namentlich etwas kruckeliges Konstrukt: “Schlei-Ostsee”. Was soll das sein? Das Gebiet zwischen Schlei und Ostsee? Das Gebiet rund um die Schlei an der Ostsee? So oder so ist es nicht so ganz richtig – und in jedem Fall irreführend. Man wundert sich. Bin wieder voll im Thema drin. Noch glaube ich nämlich nicht, dass das sonderlich identitätsstiftend ist. Oder soll es das nicht sein? Identität scheint “out”, amtlicher Kunstwortismus “in” (mqs).

Der Welt zugewandt, die Heimat im Rücken

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Grasiger Hügel bei Goosefeld

Europa wächst zusammen, die Welt ist ein Dorf und Englisch die Weltsprache des Tratsches: We speak English. At least, bis auf gewisse Greise und gewisse Kreise ist es doch diejenige Sprache, auf der die tektonischen Platten der Weltkulturen heute zu schwimmen scheinen. Wofür es heute keinen englischsprachigen Begriff gibt, das existiert in der Welt dieser Sprache eigentlich auch nicht. Und, es ist eine große Welt. Dies anzumerken sei mir gestattet.

Nun, diese scheinbar sprachliche Fremdherrschaft können wir beklagen. An passender Stelle sollten wir dies tun. Bis dahin würde es sich möglicherweise auszahlen, wenn wir behutsam darauf acht gäben und es als eine der Künste der Gastfreundschaft empfänden, unseren Gästen sprachlich entgegenzukommen. Und sei es nur in wenigen, wesentlichen Begrifflichkeiten.

All dies vorweg geschickt habend, möchte ich die Lanze des Tages für den nun folgenden Vorschlag brechen: Lasst uns für die Namen der Landschaften, in denen wir leben, angelsächsische Namseln finden. Vielleicht fällt uns dies umso leichter, als gerade wir, im weitergefassten Sinne, als das Herkunftsland der Angeln und Sachsen gelten.

Eckernförde

Die Bezeichnung für diesen Ort an der Furt zwischen Borby und dem Flachsand auf dessen jenseitigem Ufer reicht weit zurück. Entsprechendes können wir den einschlägigen Nachschlagewerken und Histörchen, die es hierzu bis ins Netz geschafft haben, entnehmen.

Am einschlägigsten empfinde ich an dieser Stelle das auch lautmalerisch eingängigste: es wäre dies, vorschlagsweise, die Bezeichnung als “Acornford“. Das klingt englisch. Das klingt, wie mitten aus einer angelsächsischen Grafschaft entlehnt, das klingt, als wäre es unverrückbar in Hampshire, Anglia oder Swansea verortet.

Schwansen

Womit wir die offenbar glücklichste Überleitung zum nächsten Begriff haben. Das Land im Norden, das mit Karby als dem Kirchdorf seit Alters her “Schwansen”, “Swantze” oder ähnlich heißt, hat kaum zu leugnende lautmalerische Ähnlichkeiten mit dem eben erwähnten Swansea von jenseits des Kanals. Tiefes Tauchen in der Namensgeschichte dieser englischen Landschaft einmal großzügig vorweggenommen, halte ich selbst eine Verbindung, oder mindestens einen gemeinsamen sprachlichen Ursprung beider, für wahrscheinlich. Dies also mein Vorschlag für die Provinz im Norden: “Swansea“.

Hütten

Wenden wir uns gegen Südwesten. Die Hüttener Berge bezeichnen die Endmoränen-Landschaft am westlichen Saum des Altkreises. Es sind dies die Berge, besser eigentlich Hügel, rund um die Siedlung Hütten. Nach Schnellbrüten legte meine innerliche Sprachglucke mir folgendes Ei ins Nest: “Hutten Hills“. Auch das klingt mir, als grenzte es an den Sherwood Forrest und bekannter Raub- und Raufbold, grünhütiger und gutgütiger Robin Hood sei dessen Hüter. Jedem Engländer tut sich hier das Herz auf.

Dänischer Wohld

Wald und Wälder vermutet man hingegen in den südlichen Marken, dem so genannten Dänischen Wohld. Mit dem Vorurteil geschlagen, der Begriff “Wohld” sei dem hochdeutschen Wald zuzuordnen, könnte man mit einem Schlenker über das Mittelhochdeutsche “Widu” bei dem Lautgemälde “Danish Woods” landen. Das zumindest täte ein großartiges, inneres Bild in einem auf. In diesem Falle bin ich allerdings zwischen zwei Abwandlungen, dem eben genannten “Danish Woods” und dem des “Danish Wold” hin- und hergerissen. Das Englische “wold” bezeichnet nämlich eine “hügelige Landschaft”. Nun, ist es eher der Wald, den Eckernförde gegen Süden hat oder ist es eher das “südöstliche Hügelland”? Da ich vermute, dass das letztgenannte “wold” sprachwissenschaftlich treffender wäre, ringe ich mich in meinem Vorschlag, auch wenn der Blick auf die Altenhofer Steilküste eher Wald und Wäldchen in mir entstehen lassen, für “Danish Wold” durch, würde mich einer näheren Erörterung gegenüber aber offen zeigen.

Dies also meine gesammelten Vorschläge zum sprachlichen Stadt- und Landschaftsmarketing. Kaum wird davon etwas per Federstrich Gesetz und allgemeiner Gebrauch werden, ich denke aber, dass sich mit der Zahl derer, die sich dieser englischfreundlichen und, vielleicht etwas hochtrabend formuliert, sich weltöffnenden Namensgebung in allem Englischsprachigen bedienen, sie Einzug in den auch amtlichen Sprachgebrauch finden möge (cwi).