Rathausmarkt
Ich weiß was, was Du nicht weißt: neue Trainer für Eintracht Eckernförde
Februar 14, 2008 Noch keine KommentareAls ginge es um Geheimes und Großes, vielleicht sogar den Einzug in die Championsleague der Touri-Nester, zelebrierten die Vorstände vor, hinter und um Eintracht-Ecktown-Chef Bürgermeister Jörg Sibbel die Personalien für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtwerke. Diesen Eindruck gewinnt man nach Auslese der Tagespresse.
Wer allerdings als jeweiliger Geschäftsführer der beiden stadt- und volkseigenen Unternehmen auf’s Feld geschickt würde, darum breiten die Beteiligten in bester fußballerischer Manier das verschmitzte Handtuch des Schweigens. Ausgedungen scheint es schon lange. Man lese den entsprechenden Kommentar von Oliver Fink dazu hier im Forum. Greifen jetzt Seilschaften Platz? Welches Auswahlverfahren wurde angewandt? Gab es eine Ausschreibung? Schweigen im stadteigenen Wald. Stattdessen “Ich-weiß-was-das-Du-nicht-weißt-Spiele”. Genau so lassen sich Personalentscheidungen halt besser durchdrücken und unnötige öffentliche Diskussion über die eigentlich gleichsam öffentlichen Ämter vermieden werden. Man spürt hier die gestrenge Regierungshand, ein Hauch von Kreml weht über den Rathausmarkt. Oder ist es weißer Rauch über dem Rathausdom? Aber, die Patriarchen werden’s schon richten. Wahrscheinlich kann man effektive Lokalpolitik nicht anders machen, als “einiges nicht so genau zu nehmen”.
Wie schon beim öffentlichkeitswirksamen Schildklaubürgerstreich rund um die gekaperten Ortsschilder möchte man hier fast vermuten, die Stadt agiere mit “geführter Hand”. So viel strategisches Kalkül und Dramaturgie um einfachstes möchte man den Stadtoberen selbst gar nicht zutrauen. Sitzt Odin Sibbel ein weiser PR-Rab auf der Schulter und sagt ihm ein?
Der Rathaus-Chef, so die Eckernförder Zeitung weiter, “freut sich über den Doppelschlag!”. “Zwei auf einen Streich”, lautet das Resüme im Feldherrenhügel-Stil. Mal sehen, ob Volk sich mitfreut (mqs)
Besuch bei Bangerts Bildern
Februar 5, 2008 Noch keine Kommentare
Die “Hängepartie” ist vorbei, vorgestern gab Museumsleiter Dr. Uwe Beitz sie frei und nun sind sie im Rahmen einer Sonderausstellung im Eckernförder Museum zu besichtigen: Liebliche Ansichten des schleswig-holsteinischen Malers und Zeichners Uwe Bangert aus diversen Privatbesitzen. Anlass ist der 80. Geburtstags des Schöpfers (mqs).
Platt und platt gesellt sich gern
Januar 21, 2008 Noch keine KommentareDie Plattschnack-Runde für taufrische Einsteiger, sich lustvoll Übende und lockere Muttersprachler trifft sich alle 14 Tage (ungrade Wochen) um 19.30 Uhr in der Bürgerbegegnungsstätte am Rathausmarkt in Eckernförde. Ziel ist es, dass vor allem Anfänger immer sicherer im Gebrauch des Plattdeutschen werden. Und: unterhaltsam im “platten” Sinne ist es auch. Na denn, kiek maal förbi (mqs).
Alte Mauern, neue Seiten
Januar 12, 2008 Noch keine Kommentare
Das Restaurant “Ratskeller” in Eckernförde hat neue Seiten. Zumindest im Internet. Marko Andrae Meyer hatte sich dieser Aufgabe angenommen. Auf Sand gebaute bzw. locker in den Strandsand gestreute Ansichtkärtchen. Sein Geschäftskonzept in Phase 1 seiner Sichselbst-Vermarktung ist die zunächst kostenlose Gestaltung von Homepages – ohne Garantien. Nach eigenem Bekunden auf seiner Homepage würde er von Job zu Job hinzulernen. Das kann zwar auf Dauer kein tragendes Konzept sein, ist für seine eigene Markteinführung aber in gewissen Segmenten ein möglicherweise funktionierendes Startkonzept. Ergebnis seines ersten Versuchs: passabel und ausbaubar. Vor allem die Seitennavigation ist noch hakelig und nicht intuitiv. Wir sind auf’s nächste Projekt gespannt (mqs).
Der schiefe Pies von Turma
Dezember 28, 2007 Noch keine Kommentare
Das schönste, was einer zu Lebzeiten fragwürdigen Gestaltung widerfahren kann ist dasjenige Schicksal, irgendwann einfach nicht mehr wahrgenommen zu werden. Nun weiß ich nicht, ob es der Gewöhnung an sich, der Übersättigung an seltsamen Sinneseindrücken als solcher oder aber meiner doch spürbar nachlassenden Pupertät zu schulden ist, dass ich nicht mehr das sehe, was sich damals in mir aufbaute: das schräge Bild eines schrägen Fallus’. Was dachte sich der Künstler? Ich vermute, hier spielten dann doch eher Gefühle eine Rolle bei der Formfindung. Oder hat sich der Schöpfer am Ende dem Träumen ergeben? In diesem Fall denen von einem Born, einem sprudelnden, einem ewig feuchten.
Nun will ich mir gerne die Blöße geben, dass ich mich an Schöpfer und Umstände der Errichtung nicht mehr recht erinnern kann. Ich glaube, er wurde damals einfach zornig vom Himmel geschleudert und steckte eines grauen Morgens knapp neben dem zuvor im Stil der norddeutschen Backstein-Komik errichteten Bürgermeister-Palais. Nun kann man hier in dieser Hinsicht von “knappem Glück” reden, vielleicht ist es aber auch Fügung gewesen, spannt doch dieser sprudelnde Pfahl im Fleische des ehrwürdigen Rathausplatzes einen durchaus stilistischen Bogen zu eben diesem Rathaus-Neubau. Obschon in der Platz-Noor-Achse noch stimmig, kontrastiert er doch deutlich zu allen anderen Gebäuden in alle anderen Richtungen. Das würde noch deutlicher, hätte er die seiner Form angemesse Farbe: Fleischfarben-rosa (mqs).
Keine Empfehlung
Dezember 18, 2007 2 Kommentare
Dieser Tage hatte ich mich nach Jahr und Tag einmal wieder ins Café Heldt getraut und wie vor Jahr und Tag war ich weder mit dem gereichten Kaffee (nicht heiß), noch dem Gebäck (trocken, kein überzeugender Geschmack), auch mit dem gereichten Frühstück nicht zufrieden. Das Urteil sei mir als bäcker- und konditorisch familiär angehauchten erlaubt: Keine Empfehlung. Zwar hat das Kaffeehaus, die “Location” sozusagen, nach wie vor eine nette, angenehme Atmosphäre, die gereichte Ware wird dem leider nicht gerecht. Da ist noch Potential drin. Ich werde also weiter nach dem ultimativen Kaffeehaus-Tipp für Eckernförde recherchieren . Vorläufig überlasse ich das Urteil natürlich jedem selbst und rege an dieser Stelle gerne an, man möge sich über die Qualität der Ware gerne sein eigenes Urteil bilden – und Lob wie Missfallen passend äußern (mqs).
Gastrotest-Wertung: Atmosphäre ***, Kaffee *, Service *, Frühstück -, Backwaren –
Sonderausstellung im Heimatmuseum
November 16, 2007 Noch keine Kommentare
Unter dem Titel “Aus den Augen aus dem Sinn” zeigt das hiesige Heimatmuseum in den Räumlichkeiten des alten Rathauses noch bis zum 6. Januar 2008 Fundstücke aus “verschwundenen Tagen”: der Wandel im Stadtbild von Eckernförde und Borby anhand fotografischer Dokumente aus den vergangenen 100 Jahren. Ob das ein gefundenes Fressen für einen passionierten Architekturkritiker wird (mqs)?

