Dänischer Wohld
Junge Ermittler fahren Rad
August 1, 2009 Noch keine KommentareEine nette Idee hatte die Gemeinde Noer im Rahmen ihres Ferienprogramms: per Schnitzeljagd konnten die Youngsters radelnd ihrer Gemeinde “ermitteln” – und jede ergatterte Information wurde mit Punkten bewertet. Weitere Veranstaltungen finden sich auf der Seite der Gemeinde.
Von Amts wegen und Amtswegen
Januar 18, 2008 Noch keine KommentareDas neugeschaffene Amt Ostsee-Schlei bietet jetzt auch neue Wege im Internet: Erfreulich klar gegliedert und übersichtlich und zeitgemäß zurückhaltend bietet der Amtsschimmel schon jetzt etliche Informationen für Bürger und Gäste: Hervorragend! Ein Lob den zuständigen “Schemelreitern”! Eine schöne Basis, um die Inhalte in Zukunft noch weiter auszubauen. Vielleicht mit noch mehr online verfügbaren Diensten? (mqs)
Der Welt zugewandt, die Heimat im Rücken
Januar 1, 2008 Noch keine Kommentare
Europa wächst zusammen, die Welt ist ein Dorf und Englisch die Weltsprache des Tratsches: We speak English. At least, bis auf gewisse Greise und gewisse Kreise ist es doch diejenige Sprache, auf der die tektonischen Platten der Weltkulturen heute zu schwimmen scheinen. Wofür es heute keinen englischsprachigen Begriff gibt, das existiert in der Welt dieser Sprache eigentlich auch nicht. Und, es ist eine große Welt. Dies anzumerken sei mir gestattet.
Nun, diese scheinbar sprachliche Fremdherrschaft können wir beklagen. An passender Stelle sollten wir dies tun. Bis dahin würde es sich möglicherweise auszahlen, wenn wir behutsam darauf acht gäben und es als eine der Künste der Gastfreundschaft empfänden, unseren Gästen sprachlich entgegenzukommen. Und sei es nur in wenigen, wesentlichen Begrifflichkeiten.
All dies vorweg geschickt habend, möchte ich die Lanze des Tages für den nun folgenden Vorschlag brechen: Lasst uns für die Namen der Landschaften, in denen wir leben, angelsächsische Namseln finden. Vielleicht fällt uns dies umso leichter, als gerade wir, im weitergefassten Sinne, als das Herkunftsland der Angeln und Sachsen gelten.
Eckernförde
Die Bezeichnung für diesen Ort an der Furt zwischen Borby und dem Flachsand auf dessen jenseitigem Ufer reicht weit zurück. Entsprechendes können wir den einschlägigen Nachschlagewerken und Histörchen, die es hierzu bis ins Netz geschafft haben, entnehmen.
Am einschlägigsten empfinde ich an dieser Stelle das auch lautmalerisch eingängigste: es wäre dies, vorschlagsweise, die Bezeichnung als “Acornford“. Das klingt englisch. Das klingt, wie mitten aus einer angelsächsischen Grafschaft entlehnt, das klingt, als wäre es unverrückbar in Hampshire, Anglia oder Swansea verortet.
Schwansen
Womit wir die offenbar glücklichste Überleitung zum nächsten Begriff haben. Das Land im Norden, das mit Karby als dem Kirchdorf seit Alters her “Schwansen”, “Swantze” oder ähnlich heißt, hat kaum zu leugnende lautmalerische Ähnlichkeiten mit dem eben erwähnten Swansea von jenseits des Kanals. Tiefes Tauchen in der Namensgeschichte dieser englischen Landschaft einmal großzügig vorweggenommen, halte ich selbst eine Verbindung, oder mindestens einen gemeinsamen sprachlichen Ursprung beider, für wahrscheinlich. Dies also mein Vorschlag für die Provinz im Norden: “Swansea“.
Hütten
Wenden wir uns gegen Südwesten. Die Hüttener Berge bezeichnen die Endmoränen-Landschaft am westlichen Saum des Altkreises. Es sind dies die Berge, besser eigentlich Hügel, rund um die Siedlung Hütten. Nach Schnellbrüten legte meine innerliche Sprachglucke mir folgendes Ei ins Nest: “Hutten Hills“. Auch das klingt mir, als grenzte es an den Sherwood Forrest und bekannter Raub- und Raufbold, grünhütiger und gutgütiger Robin Hood sei dessen Hüter. Jedem Engländer tut sich hier das Herz auf.
Dänischer Wohld
Wald und Wälder vermutet man hingegen in den südlichen Marken, dem so genannten Dänischen Wohld. Mit dem Vorurteil geschlagen, der Begriff “Wohld” sei dem hochdeutschen Wald zuzuordnen, könnte man mit einem Schlenker über das Mittelhochdeutsche “Widu” bei dem Lautgemälde “Danish Woods” landen. Das zumindest täte ein großartiges, inneres Bild in einem auf. In diesem Falle bin ich allerdings zwischen zwei Abwandlungen, dem eben genannten “Danish Woods” und dem des “Danish Wold” hin- und hergerissen. Das Englische “wold” bezeichnet nämlich eine “hügelige Landschaft”. Nun, ist es eher der Wald, den Eckernförde gegen Süden hat oder ist es eher das “südöstliche Hügelland”? Da ich vermute, dass das letztgenannte “wold” sprachwissenschaftlich treffender wäre, ringe ich mich in meinem Vorschlag, auch wenn der Blick auf die Altenhofer Steilküste eher Wald und Wäldchen in mir entstehen lassen, für “Danish Wold” durch, würde mich einer näheren Erörterung gegenüber aber offen zeigen.
Dies also meine gesammelten Vorschläge zum sprachlichen Stadt- und Landschaftsmarketing. Kaum wird davon etwas per Federstrich Gesetz und allgemeiner Gebrauch werden, ich denke aber, dass sich mit der Zahl derer, die sich dieser englischfreundlichen und, vielleicht etwas hochtrabend formuliert, sich weltöffnenden Namensgebung in allem Englischsprachigen bedienen, sie Einzug in den auch amtlichen Sprachgebrauch finden möge (cwi).

