Ich weiß was, was Du nicht weißt: neue Trainer für Eintracht Eckernförde
Februar 14, 2008 10:22 amAls ginge es um Geheimes und Großes, vielleicht sogar den Einzug in die Championsleague der Touri-Nester, zelebrierten die Vorstände vor, hinter und um Eintracht-Ecktown-Chef Bürgermeister Jörg Sibbel die Personalien für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtwerke. Diesen Eindruck gewinnt man nach Auslese der Tagespresse.
Wer allerdings als jeweiliger Geschäftsführer der beiden stadt- und volkseigenen Unternehmen auf’s Feld geschickt würde, darum breiten die Beteiligten in bester fußballerischer Manier das verschmitzte Handtuch des Schweigens. Ausgedungen scheint es schon lange. Man lese den entsprechenden Kommentar von Oliver Fink dazu hier im Forum. Greifen jetzt Seilschaften Platz? Welches Auswahlverfahren wurde angewandt? Gab es eine Ausschreibung? Schweigen im stadteigenen Wald. Stattdessen “Ich-weiß-was-das-Du-nicht-weißt-Spiele”. Genau so lassen sich Personalentscheidungen halt besser durchdrücken und unnötige öffentliche Diskussion über die eigentlich gleichsam öffentlichen Ämter vermieden werden. Man spürt hier die gestrenge Regierungshand, ein Hauch von Kreml weht über den Rathausmarkt. Oder ist es weißer Rauch über dem Rathausdom? Aber, die Patriarchen werden’s schon richten. Wahrscheinlich kann man effektive Lokalpolitik nicht anders machen, als “einiges nicht so genau zu nehmen”.
Wie schon beim öffentlichkeitswirksamen Schildklaubürgerstreich rund um die gekaperten Ortsschilder möchte man hier fast vermuten, die Stadt agiere mit “geführter Hand”. So viel strategisches Kalkül und Dramaturgie um einfachstes möchte man den Stadtoberen selbst gar nicht zutrauen. Sitzt Odin Sibbel ein weiser PR-Rab auf der Schulter und sagt ihm ein?
Der Rathaus-Chef, so die Eckernförder Zeitung weiter, “freut sich über den Doppelschlag!”. “Zwei auf einen Streich”, lautet das Resüme im Feldherrenhügel-Stil. Mal sehen, ob Volk sich mitfreut (mqs)

