Hafenspitze: Wasserkante an Lindenallee
Februar 7, 2008 10:10 am
Die Marschrichtung ist abgenickt: unser städtisches Presseorgan berichtet über die nun im Bau- und Umweltausschuss abgenicken Eckpunkte für Ausschreibung und Gestaltung des Gebiets rund um die sogenannte “Hafenspitze”. Neben einem Boarding House und zehn Geschäften für den “gehobenen Bedarf”, einem Restaurant mit Außenplätzen, einer Segelschule und einer “multifunktionalen Halle” wird es einen Anklang an die bekannteste Straße der Nation geben: die Lindenreihe der Reeperbahn soll bis zur Schiffbrücke fortgesetzt werden. Auf dass Eckernförder und Gäste auch hie wie “Unter den Linden” würden flanieren können!
Hört sich jetzt erstmal alles ganz gut an. Vor meinem geistigen Auge ersteht eher ein ochsenblutrot nordisches Ensemble. Klein-Göteborg entsteht vor mir: siehe Bild. Nicht die Fortsetzung des backsteinernen Wohnquartiers wie auf dem ehemaligen Häussler-Gelände. Warum sollte es sich nicht davon auch unterscheiden? Erfüllt ja schließlich einen komplett anderen Zweck und soll sich auch ästhetisch als Ensemble beim Touristen “verankern”. Vielleicht sogar als “bemerkeneswert”? (mqs)

