Der Hauch einer sich schließenden Tür
öffnet auch immer eine neue

10:24 am

Mit einem traurigen Auge und einem lachenden las ich heute von der Auflösung des Bauschulvereins in der Eckernförder Zeitung. Traurig deshalb, weil ich damit nach der Auflösung der traditionsreichen Einrichtung auch dessen letzten Schatten schwinden sah.

Dann das lachende Auge: genau darauf hat doch die Idee eines “Stadtdenkers” gewartet. Vorbild Flensburg: der dortige Verein “Flensburger Baukultur” kürt jährlich eine Persönlichkeit zum “Stadtdenker”. Im letzten Jahr war es der Tatort-Kommissar Udo Wachtveitl. Im Kreis der freischaffenden Architekturkritiker und -denker sind Künstler aller Couleur, Designer, Schriftsteller, Fotografen, die über ein Jahr lang den architektonischen Bestand aufnehmen und aus ihrer Sicht Anregungen für Zukünftiges geben. Denn auch wenn sich die Architektur mitunter selbst die Krone der “Mütter aller Künste” aufsetzt, so gibt es doch auch stets den Reigen der anderen Musen.

Es ist nicht meine Idee, sich dies auch für Eckernförde zu wünschen, aber ich denke, genau jetzt könnte der Zeitpunkt für eine entsprechende Stiftung oder einen Verein sein, der diese Idee des Stadtdenkers mit dem Etat des Bauschulvereins realisiert. Das wäre aus meiner Sicht eine “würdige Nachfolge” (cwi).

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