De Dacklatt
Januar 22, 2008 10:42 pmVör Johren heff ik bi een Eckernförder Dackdeckermeister arbeit. He weer een groot, stabile Minsch, de vun allns, watt mit de Fleegerie to dohn har, hellop begeistert weerSo passer dat mol, dat wi in Loos een Dack mit nüe Pannen indecken sulln. Wi harn de oolen Pannen afreeten un deckten nu de nüen in. Mit eenmol hörten wi een luut Brummen in de Luft. De Meister keek noh boben un seh een Hubschruuver op uns tofleegen. As de so stücker tweehundert Meter achter uns Buustell över een friee Feld weer, wör dor een Döör opmokt un een ganze swunk Kampfswümmers sprungen mit Fallschirme af. Jungedi, dat weer watt för uns Meister. Ganz begeistert tell he luut mit: “Een, twee. dree, veer, fiev, söß, söben, acht, neegen, teihn, ölben, twölf”. Dammi, weer dat een Anblick!
De Hubschruuver dreih nu bald af un floog torüch noh de Kaseern üm nüe Lüüs för de nächste Afsprung to holn. Wi arbeiten wieter. De Meister weer op de Böhn noh binnen kropen üm de Kehlpannen to snieden. Mitmol fung buuten een Kolleg an to tellen: “Een, twee, dree, veer…”
De Meister mokte een Satz noh Bertram hin, quäl sin Kopp dörch de Dacklatten un frogte: “Wo, wo sünd se denn”? Bertram ganz unschullig: “Wer Meister”? “Na, de Springers, wo sünd denn de Springers, de du eben tellt heßt”? “Ik heff doch keen Springers tellt”, meen Bertram, “ik heff doch blos de Köh op de Kuppel tellt”. De Meister brummel sik watt in de Boort un wull nu sin Kopp ut de Latten trecken. Man dat güng ni! Mol weern de Ohren in de Weg, mol dat Kinn un mol de Nääs. Dat holp nu allns nix, he seet fast! Wi müssen, Gott help mi, een Dacklatt herutsnieden üm uns Meister weer frie to kriegen.Un dat allns för een poor Köh!
Bübi Gerdau
Mehr Plattdeutsches gibt es übrigens auf seiner Homepage zu lesen.

