Auf Carlshöhe der Zeit
Februar 1, 2008 10:16 am“Endlich!”, denkt es sich mir, während ich die Zeilen lesen. Die Website Carlshoehe.de dümpelte seit Jahr und Tag und Jahr um Jahr bewegungslos vor sich hin. Kein Land schien in Sicht. Seit vorgestern gibt’s neues: die Eckernförder Zeitung berichtet von der erfolgreichen Vertragsunterzeichnung mit dem Investor Wolfram Greifenberg von der Firma Dampsoft. Sie schreibt bezeichnend von der “Carlshöhe-Vision“. Woher man die “sozialen Projekte” am unteren Ende requirieren könnte, das stellt man freilich nicht so leicht in Frage wie das “soziale obere Ende”. Nun kenne ich nicht architektonsichen Visionen und kann schwerlich beurteilen, ob sie mich als Multieuronär locken würden. Würde ich beim Golf oder abendlichem Millionärsgelage gerne davon erzähle, ich hätte eine “Wohnung” in einer ehemaligen Kaserne erworben? Also nicht grundsätzlich “nein”, aber von “Kaiserlicher Loft” oder einem “Palais Carlshöhe” ließe sich viel leichter prahlen. Das Ist ist klar, das Soll umrissen, das Wie obliegt dem Feingefühl eines geeigneten Marketings und überzeugender architektonischer Maßnahmen (mqs).

