Eisschmelze nicht mehr aufzuhalten: Eckernförde unter Wasser

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Ich war noch Kind, keinen Meter hoch, ein Steppke, da war mir klar: nein, in der Eckernförder Altstadt wollte ich kein Haus haben. Hätte man mir das Erbe meiner Großeltern angeboten, wahrscheinlich hätte ich es ausgeschlagen. Bis zu vier Meter würde der Wasserspiegel in den nächsten zweihundert Jahren steigen. Wahrscheinlich würde ich den ersten Meter noch selbst erleben. Wieder und wieder wurde und wird darüber geschreiben, berichtet, gefilmt, aber tun, wirklich tun will keiner etwas, um das zu verhindert. Nun muss ich lesen, verhindern ließe sich das schon gar nicht mehr. Wie also reagieren? Aufschwimmende Häuser, Deiche, Hausboote? Was meint ihr, wie kann man liebenswerte Altstädte an der See zukunftsorientiert gestalten?

Keine Currywurst im Yachthafenrestaurant

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Wer die »Currywurst zwischendurch« wollen, so liest man heute in der Presse, habe im neuen Yachthafen-Restaurant Pech. Sizilianische ist Schwerpunkt der neuen Bewirtschaftung unter Jeanette Göpfert. Vielleicht ist es ja ein funktionierendes Rezept, mit einem Angebot, das etwas “besonderer” gestrickt ist, an diesem Ort zu bestehen? Zu wünschen wie zu hoffen wäre es.

Neue Machtverhältnisse auch in Rieseby

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Ob man auf kommunaler Ebene von “Macht” wird sprechen können, dass sei dahingestellt. Vielleicht spricht man – der Nähe zur See und Schifffahrt geschuldet – auch lieber vom “Platz am Ruder”. Mit dem Ergebnis der Kommunalwahl liegt Rieseby im ähnlichen Trend wie das nahe Eckernförde (Ergebnisse): Die unabhängigen Wählergemeinschaften haben stark hinzugewonnen. Gründe hierfür sind vielleicht das gesteigerte Bürgerengagement, das sich in den “großen Parteien”, die immer viel Landes- und Bundespolitik mit sich tragen, einfach nicht wiederspiegeln mag. Zweiter Hinzugewinner am Ort Rieseby: Die Sozialdemokraten. Die SPD zieht hier wahrscheinlich mit den meisten Vertretern in den neuen Gemeinderat ein. “Ich bin begeistert”, lässt sich der designierte neue Bürgermeister Jens Kolls zitieren. (Quelle: Eckernförder Zeitung)

Von Null auf Siebzehn: das Eckernförder Bürgerforum

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Möllemanns Traum ist Erfühllung gegangen, jedenfalls in Eckernförde und nicht für die Freien Demokraten: das Bürgerforum ist “aus dem Stand” auf 17 Prozent der Stimmen gekommen. Die Verteilung im Stadtparlament wird wie folgt aussehen *):

CDU 8 Personen
SPD 7 Personen
Bürger-Forum 5 Personen
Die Grünen 3 Personen
SSW 2 Personen
FDP 1 Person
Die Linke 1 Person

*) Bürgerforum, Michael Bund

Eine gute Wahlkampfleistung, muss man anerkennend sagen. Vielleicht geht es ja jetzt etwas “behutsamer” voran mit der Eckernförder Stadtentwicklung. Hauptsache bleibt: es geht voran und das aufgemischte Parlament hat nicht mehr mit sich selbst als mit unserer lieben Stadt zu tun. “Das werden spannende fünf Jahre“, erklärt der wohlmöglich einzige “Quotenliberale” im Eckernförder Stadtparlament, Oliver Fink auf der Website der hiesigen FDP.

Liste der Kulturdenkmale in Eckernförde

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“Man klickt nie aus”, könnte man schmunzelnd sagen. Jeden Tag ein neuer Klickfang. Hat was von Angeln. Oder doch eher Fischen? Heute fand ich im Netz und surfte darauf herum: die Liste der Kulturdenkmale in Eckernförde. Spontan keimt die Idee auf: eine Liste der Objekte, die mal dastanden und würdig gewesen wären, ein Kulturdenkmal zu werden, es aber ob der Abrissbirne nicht mehr geschafft haben, würde dem kritischen Leser vielleicht einiges zu Eckernfördes Architekturgeschichte aufzeigen?

Die Eckernförder K-Frage: kein überzeugender Standort für ein Kino

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Jetzt rächt sich wieder einmal mehr als nur ein wenig, dass einmal in der Vergangenheit zu oft die falsche Entscheidung getroffen wurde. Der historische Bahnhof wurde zugunsten eines inzwischen stilistisch verhumbugten Pavillons abgerissen, die Räucherei in der Fischerstraße wurde plattgemacht, die alte Maschinenfabrik an der Siegfriedwerft wurde durch langweilige Seniorenarchitektur ersetzt, beides hervorragende Standorte für das, was Eckernförde jetzt fehlt: ein architektonisch anspruchsvolles und zeitgemäßes (=kein Investorenbau) Kinogebäude wie es einer Stadt mit (trotzdem noch) einigem Rest-Charme gut anstünde. Irgendwie sind hier definitiv die falschen Architekten an der Macht gewesen. Man rauft sich das Resthaar ob der vertanen Chancen. Findet sich denn keine niveauvolle Lösung in vorhandenem Bestand? Oder man tut es wie die großen: in Berlin wurde das Schloss abgerissen und wird jetzt wieder aufgebaut: wie wäre es, die eine oder andere Sünde wieder gutzumachen und vielleicht den alten Bahnhof mit neuer Nutzung wieder zum Leben zu erwecken (Motto: zwei Fliegen)?

Hochseeangeln für Vegetarier

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Eine der erste Fragen, denen man sich gegenübergestellt sieht lautet in freundlich bis zweifelndem Tonfall ungefähr so: “Warum denn das? Hast Du Gründe?” Als ob es in unserem Esskulturkreis einer Rechtfertigung bedürfe. Warum ich seit Anfang des Jahres – nach Jahrzehnten mal wieder – auf die Aufnahme von tierischen Fleischen verzichte. Es gibt sicherlich Menschen, die verspüren nach einem Erlebnis, vielleicht einem Ausflug in ein Tier-KZ den einen oder anderen Ekel gegenüber der Ansammlung und Verwertung von totem Geweben, es gibt sicherlich Mitbürger und -esser, die der Menschheit eine Entwicklung weg vom Töten hin zum Leben wünschen und es durch ihr eigenes, auf sie selbst beschränktes Tun befördern wollen. Ein ausformuliertes Konzept hatte mein Entschluss zum Ende letzten Jahres nicht. Vielleicht hatten sich auch einfach mehrere Gedanken zu einem Entschluss aufgestaut und verfestigt. Warum denn auch nicht? Gibt es etwa eine kulture Pflicht und Norm zum Fleischessen? Genau.
Im Großen und Ganzen fühle ich mich wohl mit dem Entschluss; von keinereren Lust und Wutattacken mal abgesehen. Und auch abgesehen von dem Erhöhten aufwand, drei- bis fünfmal seine Runden durch ALDI oder LIDL zu drehen, bis man endich auch eine “fleischfreie” Pizza findet. Wie sehr unsere Fertigspeisen mit Fleischresten (“Kann Spuren von Pferd enthalten”) verseucht sind, war einem gar nicht weiter bewusst.
Aber um jetzt auf den Kern der Sache zu kommen: sitze ich in meinem kleinen Eckernförder Café bei meiner zuckersüßen Chai Latte und denke vor mich hin, am Wochenende endlich, wenn die Süße aus Berlin nachkommt, könne man mal endlich sich den Wunsch erfüllen und Samstags mit dem Hochseeangelkutter auf die Förde fahren, klafft plötzlich die Frage im Kopfe auf: Hochseeangeln für Vegetarier? Wie kann man das mit sich vereinbaren? Nur zum Möwenfüttern rauszufahren, das ist dann vielleicht doch zu langweilig. Und Walewatching? Noch – ich sage “noch” – ist das in Eckernförde keine touristischer Glanzpunkt.
Ich werde mein Cafélager mal aufheben und rüber in die Tourist Information gehen und ganz mutig nach “Algenfischen für Vegetarier” fragen. Vielleicht bestimmt die Nachfrage ja doch das Angebot.

Ein Kino gehört mitten in die Stadt

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Zu meiner Beruhigung ist der Vorschlag, das Kino in den Skaterpark zu integrieren, auf wenig Gegenliebe gestoßen. Stattdessen gefielt laut dem Bericht in der Eckernförder Zeitung.

Mein Wunsch: Mitten in die Stadt! Das belebt die Kieler Straße und die umliegenden Gastwirtschaften auch nach Ladenschluss!

Baumann & Clausen in Eckernförde

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Wer diesen ersten richtig schönen sonnigen frühjahrstag mit einem unterhaltsamen abschluss krönen möchte, der ziehe einen besuch der stadthalle am abend in betracht. wir kennen sie aus dem rundfunkt und immer erhellten sie unser gemüt um einige graugrade ins helle: baumann und claussen. tickets gibt’s über eventim

Das Eckerrnförder Rathaus soll verkauft werden.
Was kommt als nächstes?

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Okay, kein Kino mehr. Wozu auch. In Zeiten bezahlbarer Projektoren und illegal heruntergeladener Filme braucht keiner mehr ein Kino. Knutschen kann man auch zuhause. Auch ist der Verlust des Finanzamts gerade so zu verschmerzen. Leider ist damit die Steuerpflicht nicht gleichzeitig aufgeoben worden. Wäre dem so, ach, dann würde hier jemand an dieser Stelle fröhliche Töne anschlagen. Nun ereilt uns die Nachricht, das die beiden Rathäuser in Eckernförde an einen ausländischen Investor verkauft werden sollen. Weiteres war leider nicht zu erfahren, auch die zukünftige Nutzung sei unklar. Die Ratsversammlung könne in angrenzende Lokalitäten verlegt werden. Der Amtsitz des Bürgermeisters könnte Gerüchten zufolgen in Räumlichkeiten der alten Post verlegt werden. Mann, das sind Nachrichten. Was kommt als nächstes? Vielleicht wird die Polizei durch einen privaten Sicherheitsdienst ersetzt? Nicht lachen. Ausgeschlossen ist das nicht!

Wie gut ist Eckernförde jetzt?

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Nicht alle Veränderungen sind schlecht, aber auch nicht nicht alle Veränderung sind eine Wende zum Besseren, Schöneren. Es konkretisieren sich derzeit die Vorbereitungen und Planungen rund um die “Wiedereröffnung” des Noors. Schaut man sich die Pläne genauer an, merkt man schnell, dass es nur eine “bedingte Wiederöffnung” ist. Steindamm und Eisenbahndamm bleiben bestehen, der erstere wird zwecks Anbindung von Borby verbreitert. Wie wird die Architektur aussehen? Wird es ein “Wurf auf einem Guss”? Das Potential für ein Kleinod hat das Gebiet. Eine Lage wie die Binnenalster, ein Charme wie Neu Arnis, Wohnen und Arbeiten zwischen Stadt und Meer. Viele schöne Gedanken lassen sich hier spinnen und – ausnahmsweise – geht hier nun wirklich mal kein erhaltenswertes Kultur- und Architekturgut verloren. Keine Räucherei muss abgerissen werden, das stimmt gütlich. Doch nutzen die Eckernförder die Chance? Oder wird es am Ende doch nur wieder “seniorengerechte Investorenarchitektur”? Dran bleiben und Presse verfolgen.

Die Eckernförder Bahngeschichte en miniature

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Ein Gelaufe und Getrappel – die Räumlichkeiten des Eckernförder Museums wirkten wie ein Taubenschlag.Tombola hier, Kaffee und Kuchen dort. Das Glanzlicht des Museumsfests: die Eisenbahn im H0-Format. Ziehmlich naturgetreu waren die Gebäude und Streckenverläufe der seliegen Kleinbahn nachgebaut. Wo stand was? Wer wohnte wo? Ein heiterer Austausch begann. Schade, dass genau das nur “Kunst im Augenblick” blieb. Heute abend gibt’s dann von Dr. Deiters noch einen Vortrag zum Thema Eisenbahngeschichte in Eckernförde. Ich würde sagen: hin da!

Nüsse

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Man liest es in der Eckernförder Zeitung: Die Eichhörnchen-Schutzstation bitte um Spenden. Nicht Bares wird gebraucht, sondern vielmehr Nüsse. Wer also trotz der allgemein schlechten Obsternte in diesem Jahr einen Überschuss abzugeben hat, der möge sich unter 0173/9549042 an die Station wenden.

Kekse und Eckernförde

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Denk ich an “Eckernförde” und “Kekse”, dann fallen mir die “Braunen Kekse” von der Bäckerei Bernhardt am Rathausmarkt ein. Mit Butter auf Weissbrot. Nicht nur zu Weihnachten, aber immer zu Weihnachten. Irritiert war ich aber über folgende Fundstelle aus Norwegen, die Eckernförde mit einem ganz und gar anderen Gebäck in Verbindung bringt: Klick hier. Kann mich jemand diesbezüglich bei Gelegenheit mal aufklären?

Alle fünfe: Das Museum feiert 5×5

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Fünf mal fünf, das ist nicht dessen Grundfläche, sondern die Anzahl an Jahren, die Eckernfördes “Altwarensammelstelle” aka Heimatmuseum dieser Tage feiert. Dies zum Anlass wird morgen, am 20. Oktober 2012, ab 14.00 Uhr in den Räumlichkeiten das Museumfest “steigen”. Mit Vorträgen, Vorführungen und kleinen Imbissen lockt die Einrichtung in den Räumlichkeiten des alten Rathauses. Nähere Informationen sind auf der Website zu finden.

Eckernförde im Umbau

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»Dass die Eckernförder wachsam sind, ist richtig und gut.«, schließt der Artikel in der Eckernförder Zeitung. Auch mahnt er zum Thema kotzig-klotzige Neubauten »Stopp, das war’s, mehr nicht! Sonst sieht es in der Innenstadt bald so aus wie im Gewerbepark auf der grünen Wiese«. Erfrischend, wenn auch nicht wirklich tiefergehend. Vielleicht hätte ich mir hier sogar ein ganzseitiges Feature gewünscht? Eckernförde und die gebaute Vision dieser Stadt wären es wert. Etwas “geschmäckerlisch” liest sie die Bezeichnung der Bürgerinititative als “Anti-Neubau-Bewegung”. Nun blicke ich nicht wirklich hinter die Fassaden, aber bis dato hatte ich diese Initiative eher mit dem Ziel eines behutsamen “Bauens im Bestand” in Erinnerung. Bitte Artikel lesen, und, liebe Eckernförde, es ist Eure Stadt und ihr seid wirklich dafür verantwortlich, wie sie in 100 Jahren euren Enkeln erhalten ist. Lebendig, ja. Aber auch: mit unverwechselbarem Charakter!

Depression und Regenwetter – und dann kein Kino am Ort

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“Das kann doch wohl nicht sein”, regt sich die charmante Bedienung im Café auf, während sie den Kaffee serviert. Nachdem es den ganzen Morgen schon wieder geschüttet und gedonnert hat. “Eine Touristenstadt und dann kein Kino am Ort”. Sie hebt die Stimme und guckt nach draußen, wo es eben ganz kurz etwas heller geworden war. Es entspinnt sich ein Gespräch mit dem Gast, der zwischen seinen beiden kleinen Mädchen sich vorm Wetter ins Trockene geflüchtet hat. “Nicht einmal in irgendeiner Halle zeigen sie etwas”, fügt sie kopfschütteln hinzu. “Das kann doch nicht so schwierig sein!”

Ist es wirklich so schwierig? Die Touristiker der Stadt brüten plakative Aktionen aus, Dieter Bohlen lässt am Strand spielen, aber die Grundversorgung mit Kultur … findet nicht statt. Sind das die ersten Anzeichen für “Eckernförde – die langweilige Seniorenresidenz”?

Keine Neumünsterisierung

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Mehr als 200 engangierte und interessierte Bürger versammelten sich zur Gründungsversammlung “Bauen in Eckernförde” im Barbarossa und wandten sich so gegen den architektonischen Wildwuchs in Eckrnförde. Die Eckernförder Zeitung titelte mit “Bürgerliches Signal gegen Bauwillkür“. Offenbar setzen sich in Eckernförde wiederholt investorische Kräfte durch, die den Charme der Stadt nicht begriffen haben und nicht wissen, dass der weitaustrahlende Charme in der Bewahrung und – wo möglich – architektonisch wertvollen Neubelebung vorhandener Stadtsubstanz bestehen könnte? Eckernförde bewegt sich, das ist gut.

Die Stadt war voll

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Die Himmelfahrtsferien fielen für viele heuer lang und ausgedeht aus: vier Tage mit Sonnenschein und Sommerfeeling. “Wir waren toll gebucht, die Stadt war voll”, berichtet Touristik-Mitarbeiterin Julia Jung gegenüber der Welt. Auch andere Orte in Schleswig-Holstein konnten sich freuen.

Stopp! Bürgerinitiative will dem Abriss Eckernfördes Einhalt gebieten

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Heute abend um 19.00 Uhr besteht die Möglichkeit zu einem Treffer derer, die dem Treiben in Eckernförde nicht länger tatenlos gegenüberstehen wollen. Treffpunkt ist das Barbarossa. Anwesend sein wird auch Dr. Astrid Hansen vom Denkmalamt in Kiel. “Wie kann verhindert werden, dass noch mehr Neubauten entstehen, die nicht in die Umgebung passen?”, fragt Initiator Jörg Lüttjohann. “Wer sich aktiv in diesen Arbeitskreis einbringen will, wird dort hoch willkommen sein”. Weitere Gründungsmitglieder sind Dr. Heinrich Mehl (u.a. Heimatgemeinschaft Eckernförde) und die Zahnärzte Dr. Jentsch und Wolfram Splittgerber. Die Frage: Was sind die jeweiligen Alternativen?

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